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WEITERE AKTUELLE INFORMATIONEN FINDEN SIE IM MENÜ LINKS UNTER "AKTUELLE BEITRÄGE"

Klausdorfer Hotelchefin gibt wohnungslosen Jugendlichen eine Chance
Geschrieben von: Märkische Allgemeine   
Freitag, den 27. Januar 2012 um 08:45 Uhr

Der Klausdorfer Hotelier ist eine Frau: Marlies Konzack engagiert sich für die Integration von wohnungslosen oder von Wohnungslosigkeit bedrohten Jugendlichen in die Arbeitswelt. Es war ein Experiment, das nicht ganz zum Ziel führte. Aber dennoch: Der Funke ist übergesprungen. Marlies Konzack hatte 2011 erstmals über die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Potsdam einen 20-jährigen Wohnungslosen in ihrem Hotel, dem Klausdorfer „Seeblick“, als Praktikant in der Küche aufgenommen. Eine billige Arbeitskraft? „Ganz sicher nicht“, wehrt die 52-Jährige ab, „ein Praktikant dieser Art ersetzt ja in keinster Weise unser qualifiziertes Personal. Man muss sehr viel Zeit investieren, um so einem jungen Menschen die Basics beizubringen; regelmäßig duschen, die Zähne putzen, ordentliche Kleidung tragen.“ Und dass Kost und Logis frei waren, verstünde sich in so einem Fall von selbst. Über drei Monate habe ihr Praktikant durchgehalten. Im Sommer jedoch seien seine Freunde vorbeigekommen und hätten ihn überredet, den Strand der Arbeit vorzuziehen. „Das war's dann“, erzählt Konzack, „aber drei Monate sind schon sehr gut in solchen Fällen. Er wird sicher oft daran zurückdenken, so wie wir auch.“

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Kinderarmut nach wie vor hoch
Donnerstag, den 26. Januar 2012 um 22:00 Uhr
Deutscher Kinderschutzbund kritisiert Auslegung neuer Arbeitslosenstatistik

Die heute veröffentlichten Zahlen, nach denen es immer weniger Kinder in Armut gibt, sieht der Deutsche Kinderschutzbund kritisch. Zwar sinkt die Zahl der Kinder unter 15 Jahren, die Sozialgeld (Hartz IV) beziehen, von 2006 bis 2011 um annähernd 250.000, aber wichtige Aspekte werden nicht beachtet. So ist die Anzahl der Kinder in Deutschland stark rückläufig. Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes: „Seit dem Jahr 2006 gibt es fast 750.000 Kinder unter 15 Jahren weniger in unserem Land. Wenn es also immer weniger Kinder gibt, so ist es keine Überraschung, dass in absoluten Zahlen betrachtet auch immer weniger Kinder von Sozialleistungen leben.“

Die Quote der Kinder, die von Sozialgeld (Hartz IV) leben ist zwischen September 2006 und September 2011 lediglich um 1,5 Prozentpunkte gesunken. Waren 2006 noch 16,6% der Kinder unter 15 Jahren hilfebedürftig, so sind es nach aktuellsten Erhebungen 15,1%. Dies ist zwar eine positive Entwicklung, die derzeitige Berichterstattung irritiert jedoch, da sie einen deutlich stärkeren Rückgang der Kinderarmut suggeriert.

Im Vergleich zum Rückgang der Arbeitslosenquote von 10,8% in 2006 auf 6,6% im September 2011 zeigt sich, dass die Kinderarmut in den vergangenen Jahren bei fallender Konjunktur immer stärker gestiegen ist als die Arbeitslosigkeit. Dies weist auf die strukturellen Probleme hin, die durch den Niedriglohnsektor und dem ungerechten Familienleistungsausgleich entstehen. Jetzt geht die Kinderarmut bei positiver Konjunkturentwicklung deutlich geringer zurück als die Arbeitslosigkeit. Deswegen wird es mittelfristig eine weitere Steigerung der Kinderarmut geben, wenn die grundsätzlichen strukturellen Probleme nicht angepasst werden.

„Kinderarmut ist nach wie vor eines der dringendsten Probleme unserer Gesellschaft“ so Heinz Hilgers. „Die Statistik der nicht-erwerbsfähigen Hartz IV-Empfänger unter 15 Jahren reicht nicht aus, um das Ausmaß der finanziell benachteiligten Kinder in unserem Land zu beschreiben. So fehlen die Altersgruppen der 15 bis 18-Jährigen. Betrachtet man alle Kinder und Jugendliche aus Familien, die Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Sozialhilfe, Kinderzuschlag, Wohngeld oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen, so ist von über 2,4 Millionen Kindern in Armut auszugehen (dies sind auch die anspruchsberechtigten Kinder für das Bildungs- und Teilhabepaket)“ so Hilgers.

Pressekontakt:

Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V.
Juliane Grafe
Schöneberger Str.15
10963 Berlin
Tel.:             030-214809-25      
Mail: 
 Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
  
 
Das Thema Kinderarmut bewegt und macht nachdenklich
Geschrieben von: York Töllner   
Donnerstag, den 26. Januar 2012 um 19:01 Uhr

Hier ist von rückläufigen Zahlen beim Bezug von "HARTZ IV" ALG II zu lesen und dort heist es "In Berlin bezieht jedes dritte Kind unter 15 Jahren Hartz IV"

Sind Kinder die, deren die Eltern einen Job bei einer Zeitarbeitsfirma fanden und die knapp nicht unter die Bemessungsgrenze fallen, nicht immer noch arm?

Ich habe zwei sehr verschiedene Beiträge dazu im Netz gefunden und diese unten verlinkt. Leider konnte ich noch keine Beiträge finden, die diese Zahlen hinterfragen. Wir haben viel mehr arme Kinder in Deutschland nur weil diese keine Leistungen durch das "Jobcenter" beziehen und somit nicht in den Zahlenreihen der BfA auftauchen, besteht kein grund zur Freude. Menschen die täglich mit Kinderarmut umgehen, berichten von Eltern die selbständig bis zur Selbstausbeutung arbeiten und nur bei Auftragslücken auf Hartz IV angewiesen sind. Die Kinder dieser Eltern stehen in keiner Weise besser da, als die Kinder von Leistungsempfängern. "Hartz IV Eltern" bekommen, für die Kinder nötigen, Föderunterricht oder einen besonderen Kindergarten bezahlt. Diese Leistungen müssen aber vor Beginn des Schuljahres beantragt werden, fällt der Selbständige in ein Auftragsloch oder der Zeitarbeiter verliert seine Job, so können diese Leistungen nicht mitten im Schuljahr beantragt werden und die Eltern sind gezwungen ihre Kinder aus den Maßnahmen zu nehmen, da sie die notwendigen Kosten nicht selber tragen können.

Diese Probleme setzen sich leider an vielen weiteren Punkten, wie z.B. Krankenkasse (PKV), fort. Was tun diese Eltern, sollten sie behinderte Kinder haben? Die Probleme dieser Eltern können sich die meisten nicht vorstellen, auch nicht jene die schon lange im Leistungsbezug sind.

DER WESTEN schreibt:

Immer weniger Kinder auf Hartz IV angewiesen

Positiver Trend: In Deutschland müssen immer weniger Kinder von Hartz IV leben. Laut Bundesagentur für Arbeit ist die Zahl der unter 15-Jährigen in Hartz-IV-Familien in den vergangenen Jahren von 1,9 auf knapp 1,64 Millionen gefallen. NRW konnte davon jedoch nicht so profitieren wie andere Bundesländer.

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DER TAGESSPIEGEL dazu:

In Berlin bezieht jedes dritte Kind unter 15 Jahren Hartz IV

Während die Zahl der hilfebedürftigen Kinder im Bundesdurchschnitt um 13,5 Prozent zurück ging, lag der Rückgang in Berlin bei gerade mal 1,2 Prozent.

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Fahnder durchsuchen Kaufland und Netto
Geschrieben von: sueddeutsche.de   
Mittwoch, den 25. Januar 2012 um 22:38 Uhr

Großrazzia bei Kaufland und Netto: Die Einzelhandelsketten sollen rechtswidrige Werkverträge für Lagerarbeiter und Staplerfahrer geschlossen und diese Angestellten weit unter Tarif bezahlt haben. Teilweise erhielten die Leiharbeiter demnach 30 Prozent weniger, als eigentlich vorgesehen. Außerdem wird den Unternehmen vorgeworfen, Sozialabgaben hinterzogen zu haben.

Mehr als 450 Zollfahnder haben am Dienstag sechs Warenzentren, Geschäftsräume und Privatwohnungen führender Mitarbeiter in Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen durchsucht. Die Einzelhandelsketten sollen für Lagerarbeiter und Staplerfahrer illegale Scheinwerkverträge geschlossen haben. Dadurch seien die Leiharbeiter erheblich unter Tarif bezahlt sowie Sozialversicherungsbeiträge hinterzogen worden.

Nach Angaben aus Ermittlerkreisen erhielten die Arbeiter rund 30 Prozent weniger Lohn als im Tarifvertrag vorgesehen. Die Pressestelle der zur Schwarz-Gruppe gehörenden Kaufland-Kette mit Sitz im baden-württembergischen Neckarsulm bestätigte die Razzia. Kaufland arbeite mit dem Zoll "kooperativ zusammen" und unterstütze ihn "umfänglich", hieß es.

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Überleben in der Berliner Wildnis
Geschrieben von: Der Tagesspiegel   
Mittwoch, den 25. Januar 2012 um 22:35 Uhr

Der Rentner Günther Z. wohnt seit 1996 im Fritz-Schloss-Park in Moabit. Viele Anwohner sind entsetzt. Doch es handelt sich nicht um einen Einzelfall.

„Da kommt ja einer raus!“ Ingrid B. steht der Schreck ins Gesicht geschrieben, als sie auf den dürren Mann im fleckigen Pullover deutet, der aus einem niedrigen Verschlag aus Brettern, Ästen, Plastik und Teppichfetzen gekrochen kommt. Dann stehen sich die 75-jährige Ur-Moabiterin und der 71-jährige Günther Z., der hier seit 1996 lebt, gegenüber. Betroffenes Schweigen. Seit Jahren geht Ingrid B. zum Einkaufen durch den Fritz- Schloss-Park und kommt, ohne es zu wissen, an Z.s Behausung vorbei. „Ich dachte, da hätte jemand illegal Müll abgeladen“, sagt sie.

Bekannt wurde Günther Z.s Leben im Park durch eine Polizeimeldung vom Sonntag: Jugendliche hatten mit Steinen und Ästen nach dem Rentner geworfen.

Ein Passant griff ein und rief die Polizei.

Günther Z. lebt hier, nur wenige Meter entfernt vom Amtsgericht Tiergarten, weitgehend unbemerkt. Seit 16 Wintern, von denen viele kälter waren als dieser. „Schnee isoliert ziemlich gut“, sagt er leise. Außerdem habe er sich mit einer Gasflasche eine Heizung gebaut.

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Hartz-IV-Empfänger - Bundessozialgericht stärkt Sozialdatenschutz
Geschrieben von: RPO   
Mittwoch, den 25. Januar 2012 um 21:25 Uhr

Kassel (RPO). Das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel hat den Sozialdatenschutz für Hartz-IV-Empfänger gestärkt. Ein Jobcenter dürfe nicht ohne weiteres Informationen über Hartz-IV-Empfänger weitergeben, urteilte der 14. Senat am Mittwoch.

Jobcenter dürfen Informationen über Hartz-IV-Empfänger nicht beliebig weitergeben. Es unterliege dem Sozialdatenschutz, wer arbeitslos sei und staatliche Hilfsleistungen beziehe, stellte das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel am Mittwoch klar. Ohne Erlaubnis der betroffenen Bezieher von Arbeitslosengeld II dürfe das nicht einfach ausgeplaudert werden - auch nicht gegenüber Vermietern (Az.: B 14 AS 65/11 R).

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„Eine alarmierende Entwicklung“
Geschrieben von: Kreis-Anzeiger   
Mittwoch, den 25. Januar 2012 um 10:15 Uhr

DGB: Beschäftigungsaufbau im Agenturbezirk Hanau geht an Langzeitarbeitslosen und älteren Menschen vorbei

(red). Für den Deutschen Gewerkschaftsbund Südosthessen ist der Rückgang der Arbeitslosenzahl im Agenturbezirk Hanau zunächst eine erfreuliche Entwicklung. Der DGB fühlt sich anhand der Zahlen jedoch einmal mehr in seiner Feststellung bestätigt, dass beim jetzigen Beschäftigungsaufbau insbesondere Ältere und Langzeitarbeitslose auf der Strecke bleiben.

Im Vergleich zum Vorjahr befanden sich 32 963 Menschen weniger in Arbeitslosigkeit, von denen wiederum 9 044 Arbeitsuchende in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt wurden. Das entspricht einer Vermittlungsquote von 27 Prozent. Aber: Die Vermittlungsquote in den ersten Arbeitsmarkt im Rechtskreis SGB II lag bei gerade einmal 14 Prozent. Im Bereich des SGB III fanden mehr als doppelt so viele Menschen den Weg in den Wiedereinstieg. Noch verheerender sah es nach Einschätzung des DGB für die Menschen aus, die langzeitarbeitslos und älter als 55 sind. Dort lag die Vermittlungsquote bei knapp sechs Prozent.

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Armut in der Wohlstandsgesellschaft in Deutschland
Geschrieben von: suite101.de   
Mittwoch, den 25. Januar 2012 um 09:14 Uhr
Was Armut ist, variiert von Gesellschaft zu Gesellschaft und historisch von Zeitabschnitt zu Zeitabschnitt.

Heute unterscheidet man zwischen existenzieller Armut (beispielsweise in Entwicklungsländern) und Einkommensarmut (beispielsweise in Europa). Existenziell arm sind Menschen, die um das Überleben kämpfen, weil für sie Nahrung und Trinkwasser knapp sind. Nach den Statistiken der OECD gilt als existenziell arm, wer ein verfügbares Einkommen von weniger als 1 US-Dollar pro Tag hat.

Was ist Einkommensarmut?

Einkommensarmut in Europa definiert der Rat der Europäischen Union in unserer Wohlstandsgesellschaft folgendermaßen: Von Armut betroffen sind Einzelpersonen, Familien oder Personengruppen, die über so geringe (materielle, kulturelle und soziale) Mittel verfügen, dass sie von der Lebensweise ausgeschlossen sind, die in dem Mitgliedsstaat, in dem sie leben, als Minimum annehmbar ist. Für die europäische vergleichende Armutsforschung gilt als „streng arm“, wer mit weniger als 40 Prozent des durchschnittlichen Haushaltsnettoeinkommens auskommen muss.

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SoVD: Gegen Armut im Alter
Geschrieben von: Neue Osnabrücker Zeitung   
Mittwoch, den 25. Januar 2012 um 09:01 Uhr

Melle. Für eine Sozialpolitik, die die wachsende Altersarmut bremst, warb die SoVD-Kreisvorsitzende Irmgard Wessel in ihrem Referat vor der Mitglieder-Versammlung der Ortsgruppe Melle.

„Die Heraufsetzung des Rentenalters ist in Wahrheit eine Rentenkürzung“, erklärte Wessel. Dadurch müssten künftig noch mehr Menschen, die ihr ganzes Leben lang täglich acht Stunden gearbeitet haben, ebenso zusätzliche staatliche Leistungen beantragen wie so manche unterbezahlte junge Berufstätige. Dies sei ein „Skandal“.

Die Kreisvorsitzende ging aber auch auf positive Entwicklungen der aktuellen Sozialpolitik ein: Die neuen Regelungen zur Familienpflegezeit ermöglichten pflegenden Angehörigen sowohl eine Auszeit in ihren Berufen als auch eine Halbierung der Arbeitszeit. Wer die ganz neu geschaffenen Möglichkeiten nutzen wolle, werde in den SoVD-Büros bei der Ausfüllung der Anträge beraten und unterstützt.

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Es bleiben 1100 Euro zum Leben
Geschrieben von: Der Westen   
Mittwoch, den 25. Januar 2012 um 08:58 Uhr

Bottrop.„Armut ist nicht zu sehen, aber sie ist da“, sagt Daniela Jentsch. Die 28-Jährige bekennt sich selbstbewusst zu ihrer Situation, arm zu sein. Denn Tatsache ist: Trotz Wirtschaftswachstum nimmt die Armut zu - vor allem im Ruhrgebiet. Der Armutsbericht, den der Paritätische Wohlfahrtsverband im Dezember 2011 vorlegte, belegt das mit Zahlen: Demnach stieg die Quote der Menschen, die von Armut bedroht sind, von 2005 bis 2010 in der Emscher-Lippe-Region von 17,7 auf 18,3 Prozent. „In Bottrop sind etwa 20 000 Menschen betroffen“, schätzt Andrea Multmeier, Geschäftsführerin des Verbandes in Bottrop.

Die meisten Menschen rutschen durch Krankheit oder Arbeitslosigkeit in die Armut. Oftmals ging es ihnen zuvor ganz gut - so wie Daniela Jentsch: Nach der Fachoberschulreife mit Qualifikation machte sie eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau für Uhren, Schmuck und Juwelen. Jahrelang lief der Alltag, Daniela heiratete, ihr Mann verdiente gut. Doch mit der Geburt ihrer Tochter Lena 2007 riss der Glücksfaden: Ihr Mann verlor seinen Job und die Ehe zerbrach. „Seither begleiten mich Arbeitslosengeld und Hartz IV“, erzählt die junge Mutter. „Zum Leben ist’s zu wenig, zum Sterben zu viel.“ Immerhin hat Daniela vor kurzem wieder eine Teilzeitstelle im Einzelhandel gefunden. „Dennoch bleiben mir im Monat nur etwa 1100 Euro für Lebensunterhalt, Miete, Kleidung, usw.“, so Jentsch. „Ohne die Unterstützung meiner Eltern und meines Freundes, der schon mal den Kühlschrank füllt, wüsste ich gar nicht, wie ich alles bewältigen sollte.“

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Hartz IV Aufstockung zur Lohnminderung
Geschrieben von: gegen-hartz.de   
Mittwoch, den 25. Januar 2012 um 08:56 Uhr

Viele Unternehmen planen Hartz IV mit in die Lohngestaltung mit ein

Laut einer wissenschaftlichen Studie der Hans-Böckler-Stiftung nutzen Unternehmen sogenannte Minijobs, um Personalkosten zu sparen. Leidtragende sind die Beschäftigten, die oftmals ihre geringe Entlohnung mit Hartz IV aufstocken müssen.

Die Forschungsergebnisse der Hans-Böckler-Stiftung zeigen, dass Minijobs keine „Brücke“ in die reguläre Beschäftigung sind, wie immer wieder von der schwarz-gelben Bundesregierung betont wird. Besonders deutlich wird der Lohnrückstand bei den geringfügig Angestellten, die trotz eines Minijobs ihren kargen Lohn mit dem Arbeitslosengeld II aufstocken müssen. „Das ist ein Indiz, dass viele Unternehmen das Aufstocken mittels Hartz IV bei der Festsetzung des Lohns berücksichtigen“, heißt es in der Studienauswertung. Denn der „Hinzuverdienst mit Absicherung des vollbeschäftigten Ehepartners“ stimmt in der heutigen Zeit des Niedriglohns kaum mehr.

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